Vorurteile sind nicht fair

Vorurteile sind nicht fair

Vorurteile sind nicht fair

 

Vorurteile sind und waren noch nie fair, hast du das auch schon erlebt? Mir ist es vor allem früher immer wieder so ergangen und ich weiss auch hier wovon ich spreche. Vorurteile gibt es betreffend einer Person, einer Tätigkeit oder auch wegen deinem Reiseziel.

Die Verurteilung infolge eines Vorurteils ist dann natürlich die Krönung im Ganzen. Kennst du das oder ist dir gleich eine Situation präsent?

Persönliches Vorurteil

 

Die Klischees betreffend Blondinen sind nach wie vor und es ist immer wieder erstaunlich wie jemand aufgrund einer Haarfarbe ernsthaft angezweifelt wird. Mir persönlich ist das als überzeugte Blondine eigentlich insofern egal, erst wenn ich für komplett doof angesehen werde, hab ich meine Mühe;-)…

Früher hatte ich deswegen viel mehr Probleme, heute hält sich das in Grenzen, weil ich selber von meinem Tun überzeugt bin und weiss wovon ich spreche. Gerade wenn man charakterlich noch nicht so gefestigt ist, machen diese Vorurteile natürlich auch mehr Kopfzerbrechen.

 

Ein sehr präsentes Beispiel

 

Ich hatte früher über zehn Jahre sehr erfolgreich Schmuck für eine Firma verkauft mit den wohlgekannten „home-party’s“. Immer wieder bemerkte ich gleich anfangs, dass ich nicht richtig ernst genommen wurde. So quasi: Ach hör dir doch mal das blonde Tussi an. So ein Vorurteil  spürt man einfach, ich auf jeden Fall sehr.

Unbewusst bemühte ich mich damals gerade um diese Frauen noch einen Zacken mehr. Es war eine Qualität von mir, dass ich hier hören, da beraten und hinter mir auch noch mitbekam was ging, das war natürlich ein grosser Vorteil.

Es fiel mir auch nie schwer zuzugeben, wenn ich tatsächlich mal etwas nicht wusste. Gerne klärte ich das an entsprechender Stelle ab, auch weil ich ja interessiert war mehr zu erfahren.

Lustiger weise waren genau die skeptischen Frauen am Schluss welche, die sich noch speziell bedankten für die gute Beratung und den tollen Abend. Am Schluss passte es immer, also denke daran und gib nicht gleich auf, wenn du eine negative Schwingung spürst!

 

Ich kann heute herzhaft über Blondinen-Witze lachen, ich lache ja eh für mein Leben gerne;-)!

 

Wenn blonde Haare wirklich ein Grund sind, dass man jemand verurteilt wird, dann ist derjenige definitiv noch nicht im Leben angekommen.

 

Versnobte Reiseziele

 

Mein Mann und ich lieben es unter anderem im Urlaub campen zu gehen, einfach zu bleiben wo es uns gefällt. Auf unseren nicht vorgeplanten Reisen sind wir schon überall gelandet, sowohl im Niemandsland wie auch in den grössten Städten.

Unter anderem waren wir begeistert von St. Tropez, Kitzbühel und Sylt – einfach traumhaft. Wieviel mussten wir hören, dass es doch schrecklich wäre an so versnobten Orten. Das sei ja schliesslich bekannt, dass sich da nur die gut betuchten Promis treffen würden.

Ach ja? Wir haben die wenigsten davon getroffen oder gesehen und es war in keinster Weise irgendwie unangenehm oder nicht schön. Im Gegenteil, wir haben echt an jedem dieser Orte ganz wunderbare Menschen getroffen! Hilfsbereit und glücklich mit ihrem Leben.

Wenn ich hier in Zürich an die Bahnhofstrasse gehe, begegnen mir auch sehr viele gut betuchte Menschen. Sind die jetzt automatisch arrogant und unmöglich? Auch diese Vorurteile braucht es nicht, erst reist man wohin und dann kann man sich ein Urteil bilden.

 

Mit der neusten Entwicklung reist man ja auf keinen Fall mehr nach USA

 

Mit USA ist es doch genau dasselbe, oder? Seit der Wahl des neuen Präsidenten reist man ja eh nicht mehr nach Amerika. Das waren vorher schon alles dumme, hochnäsige und minderbemittelte Menschen.

Schon vor der neuen Wahl wurde uns immer wieder gesagt, mit dieser Politik gehe ich bestimmt nicht nach Amerika. Ja sorry, was hat denn die Politik da verloren? Wir fliegen wegen der unbezahlbaren und fantastischen Natur nach USA. Zudem besuchen wir liebe Freunde und fühlen uns einfach wohl und zuhause da.

 

Gerade passend zum „doofen und egoistischen“ Amerikaner hier eine kurze Geschichte, die mir heute noch das Herz berührt!

 

Wir waren mit zwölf Harley’s unterwegs, unter anderem immer wieder stückweise auf der Historic Route 66. Wegen der schlechten Wirtschaftslage fuhren wir an einem Tag vier Tankstellen an, die offensichtlich erst vor kurzem geschlossen wurden.

Die einen fuhren schon auf Reserve und unser Road-Captain machte sich schon langsam Sorgen, obwohl er sehr souverän immer unterwegs ist.

Mitten im Nirgendwo machten wir dann einen Stop auf dem Vorplatz von einem grossen Haus. Tatsächlich kam nach ein paar Minuten ein Mexikaner aus dem Haus, schaute sich um und meine recht barsch: i hate bikers!

Die einen hatten die Helme noch auf dem Kopf und man stand einen Moment ziemlich ungewiss da. Plötzlich setzte der Hausbesitzer ein breites Lachen auf und grinste uns über seinen Witz breit an.

Nachdem er mitbekommen hatte was unser Problem war, öffnete er seine Garage und wir trauten unseren Augen nicht. Da standen die schönsten Oldtimer und Harley’s, sein ganzer Stolz.

Aus einer Ecke kramte er einen Kanister und Schlauch und machte sich vor unseren Augen daran, die Tanks seiner Autos und Motorräder zu leeren. Fassungslos standen wir da und schauten ihm zu wie er anschliessend unsere leeren Tanks füllte. Keinen Dollar wollte er dafür!

Ich bin überzeugt, dass keiner von unserer Gruppe je diesen Moment vergessen hat! Ein „unmöglicher“ Mexikaner hatte uns im „unmöglichen“ Amerika den Arsch gerettet und zwar vom Feinsten!

Geld verdienen und sein Leben finanzieren

 

Immer wieder höre ich den Spruch: Aber an eine Lebensmittelgeschäft-Kasse oder an eine Tankstelle gehe ich bestimmt nicht! Was ist denn daran so schlimm oder unmöglich? Hauptsache ich verdiene mein Geld und liege niemandem auf der Tasche, oder nicht?!

Klar, wenn jemand Waffen oder Drogen schiebt, finde ich das auch überhaupt nicht ok. Das ist aber auch ganz klar, ein anderes Thema. Von den so „klassischen“ Berufen gibt es doch kein gut oder schlecht.

Jeder sollte doch da arbeiten und Geld verdienen wo es ihm wohl ist und er eine Leidenschaft hat. Wenn man Menschen und den Kontakt mag ist das Erwähnte bestimmt nicht die schlechteste Wahl!

Mit Leidenschaft und Liebe für den Job arbeitet man doch auch viel effizienter und bestimmt auch mit besseren Resultaten!Wenn ich zudem an einer Kasse sitze, begegnet mir Hinz und Kunz, wer weiss wer dabei ist und mir vielleicht plötzlich DEN Job anbietet. Die Chance ist auf jeden Fall bedeutend besser als wenn ich zuhause auf das Nonplusultra warte!

 

Überlege dir das nächste Mal wirklich gut, ob du jemanden vom hören sagen einfach in einen Topf wirfst oder ob du ihm fair eine Chance gibst und einfach mal abwartest! Vorurteile braucht es einfach nicht, gib allem und jedem eine Chance.

Stell dir vor du könntest ganz angenehm überrascht werden. Bekanntlich müssen und stimmen ja die Sympathien noch längst nicht überall, vielleicht aber gerade bei dir und der anderen Person!

Wünsche dir viel Spass beim Entdecken und wenn du Unterstützung braucht, bin ich dir gerne behilflich!

Zauberhafte Grüsse

Deine Monika

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5 Kommentare

  • Antworten Gabi

    Ein sehr guter Artikel und da kann man sich das eine oder andere Mal selber an die Nase fassen! Nicht immer ist man von Vorurteilen gefeit. Doch Frau bzw. man kann ja dazulernen!!
    Lg. Gabi

    12. März 2017 at 7:29
    • Antworten Monika

      Liebe Gabi
      Du siehst es richtig, genau so empfinde ich es auch! Ich denke, je älter desto eher kann man auch mal etwas einfach stehen lassen und darüber stehen…
      Zauberhafte Grüsse
      Monika

      12. März 2017 at 15:01
  • Antworten Kiki

    Schöner Artikel. Und lustig, die dauerhafte Unterschätzung von Blondinen kenne ich auch nur zu gut. Ich habe irgendwann angefangen den Spieß umzudrehen und sage, wenn ich merke, jemand nimmt mich nicht für voll „ach, weißt doch, ich bin blond“.
    Ich hasse Vorurteile, aber sie zu haben ist leider nicht ganz vermeidbar. In unserer Erziehung und Sozialisation werden wir mit Mustern groß gezogen, die es uns ermöglichen, unsere Welt um uns herum zu ordnen. Vorurteile sind leider ein Teil dieses „Ordnungssinns“. Umso wichtiger ist es, unsere vorgefertigte Meinung immer wieder zu überprüfen und sich zu fragen „ist das wirklich so?“ Nur dann können wir uns von Vorurteilen frei machen.

    26. März 2017 at 10:48
    • Antworten Monika

      Guten Morgen liebe Kiki
      Wie richtig, genau so ist es;-)! Und es ist auch nicht schwer sich ab und zu ein bisschen kleiner zu machen als man ist, hat auch seine Vorteile;-)…
      Je besser das Selbstbewusstsein und man selber angekommen ist, desto mehr kann man das Umfeld auch lassen wie es ist und so akzeptieren mit allem drum und dran.
      Wünsche dir wunderschönen Tag und freue mich wieder von dir zu lesen!

      27. März 2017 at 9:27
  • Antworten Amy

    Hallo Monika,
    wow, ich bin so froh heute auf Deinen Blog gestossen zu sein! Ich könnte mich hier verlieren…
    Denn auch mit diesem Artikel hast Du wieder ins Schwarze getroffen. Mein Freund/Mann ist Ägypter und die Vorurteile darüber ( leider ja, manchmal auch berechtigt / Bezness) sind wirklich grenzenlos. Und so versuchen wir uns in Ägypten ein Standbein aufzubauen…Und nein, in meinem Alter ( bald 43) habe ich keine Angst bei wirklich Null anzufangen… denn Glück hat nichts mit dem Alter zu tun….Schreib bitte genauso weiter….Liebe Grüße Amy

    27. März 2017 at 11:01
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